Ausbruch der Blauzungenkrankheit – Aktuelle Meldungen

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Kategorie: Aktuelles Tierärzte, Aktuelles Tierhalter

UPDATE, 23. Februar 2024

Tiergesundheit
BTV-3 – Aktualisierung der Verbringungsregelungen

Das Ministerium informiert:

Bezugnehmend auf die Mitteilung vom 13.12.2023 möchte ich mitteilen, dass sich nach erneuter Prüfung der Rechtslage in Bezug auf die Verbringung von Zucht- und Nutztieren aus Ausbruchsbeständen in BTV-freie Bundesländer dahingehend eine Änderung ergeben hat, dass Tiere, die ansonsten die Verbringungsbedingungen erfüllen, ohne Einhaltung einer 30-tägigen „Wartezeit“ in andere, BTV-freie Bundesländer verbracht werden dürfen.

Alle anderen Regelungen gelten unverändert fort. Die Verbringungsregelungen können – ebenso wie eine entsprechend angepasste Tierhaltererklärung, deren Nutzung bei Verbringungen von Zucht- und Nutztieren in BTV-freie Bundesländer auch weiterhin empfohlen wird –  der Homepage des LANUV entnommen werden:

https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tiergesundheit/tierseuchenbekaempfung/tierseuchen/blauzungenkrankheit

 

UPDATE, 19. Februar 2024

Tiergesundheit
BTV-3 – Bedingungen für das weitere Verbringen nach Überführung in BTV-freie Bundesländer

Das Ministerium informiert:

Anlässlich einer Rückmeldung aus einem der BTV-freien Bundesländer bitten wir um die Berücksichtigung folgenden Sachverhaltes:

Werden Tiere von für die Blauzungenkrankheit empfänglicher Arten aus einer infizierten Zone (hier: Nordrhein-Westfalen) in ein BTV-freies Bundesland verbracht, ist Folgendes zu beachten (Artikel 43 Absatz 2 Buchstabe b und Absatz 5 der Delegierten Verordnung (EU) 2020/689 in Verbindung mit Anhang V Teil II Kapitel 4 Abschnitt 2 Absatz 1 Buchstabe b derselben Verordnung):

Die BT-freien Bundesländer akzeptieren Überführungen von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Tieren unter bestimmten Bedingungen. Hierbei ist zu beachten, dass die Verbringung in einen anderen Mitgliedstaat seitens des empfangenden Bundeslandes zu untersagen ist, und zwar

  • für einen Zeitraum von 60 Tagen nach der Überführung oder
  • so lange, bis ein negativer Polymerase-Kettenreaktionstest (PCR-Test) auf BTV-Serotypen 2-24 an Proben durchgeführt wurde, die frühestens 14 Tage nach der Überführung entnommen wurden.

Die übrigen bereits mitgeteilten Verbringungsregelungen gelten unverändert fort. Auf der Homepage des LANUV ist zudem eine Übersicht zu aktuell geltenden den Verbringungsregelungen hinterlegt:

https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tiergesundheit/tierseuchenbekaempfung/tierseuchen/blauzungenkrankheit

Auf die Pflichten der Unternehmer gemäß Art. 10 Abs. 1, Art. 124 und Art. 125 der Verordnung (EU) 2016/429 (AHL) wird hingewiesen.

 

UPDATE, 2. Januar 2024

Der Beitrag von vetline.de vom 2. Januar 2024 beschäftigt sich mit der Frage, wie die Blauzungenkrankheit erkannt und richtig behandelt werden kann.

 

UPDATE, 14. Dezember 2023

BTV-3: Verbringungsregelungen für Zucht- und Nutztiere (Rinder, Schafe, Ziegen) in BTV-freie Zonen in Deutschland
Aktualisierung

bezüglich des Verbringens von Zucht- und Nutztieren teilt das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW Folgendes mit:

Für das Verbringen von Zucht- und Nutztieren (Rinder, Schafe, Ziegen) in BTV-freie Zonen in Deutschland gilt:

Das Ministerium informiert, dass die bei der Europäischen Kommission hinterlegten Verbringungsregeln für Deutschland in Bezug auf BTV-3 erneut angepasst wurden. Dem gingen Gespräche zwischen Friedrich-Loeffler-Institut, Bund und Ländern voraus, bei denen die Aufnahme von Regelungen insbesondere für Kameliden und Cerviden beraten wurde.

Den bei der Europäischen Kommission hinterlegten Bedingungen kann nun entnommen werden, dass die unter den Punkten 2) und 3) aufgeführten Regelungen nunmehr für die im Anhang der Durchführungsverordnung (EU) 2018/1882 in Bezug auf BTV gelisteten Arten bzw. Artgruppen (Antilocapridae, Bovidae, Camelidae, Cervidae, Giraffidae, Moschidae, Tragulidae) gelten:
https://food.ec.europa.eu/system/files/2023-12/ad_control-measures_bt_movement_deu.pdf

Dies bedeutet, dass nun auch wieder andere Tierarten wie z.B. Alpakas oder Lamas unter Einhaltung dieser Bedingungen in BTV-freie Zonen in Deutschland verbracht werden dürfen.

Auch wenn die bei der Europäischen Kommission hinterlegten Bedingungen es nicht explizit erfordern, wird durch Nordrhein-Westfalen die Verwendung der Eigenerklärung auch beim Verbringen von Zucht- und Nutztieren der gelisteten Tierarten in BTV-freie Zonen in Deutschland nach wie vor empfohlen.

Die mitgeteilten Verbringungsregeln für Schlachttiere sowie für das innergemeinschaftliche Verbringen von Zucht- und Nutztieren gelten unverändert weiter.

 

UPDATE, 17. November 2023

BTV-3: Verbringungsregelungen für Zucht- und Nutztiere (Rinder, Schafe, Ziegen) in BTV-freie Zonen in Deutschland
Aktualisierung

bezüglich des Verbringens von Zucht- und Nutztieren teilt das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW Folgendes mit:

Für das Verbringen von Zucht- und Nutztieren (Rinder, Schafe, Ziegen) in BTV-freie Zonen in Deutschland gilt:

Verbringungen sind möglich, wenn

  • die Tiere mindestens 14 Tage vor der Verbringung durch Insektizide oder Repellents vor Vektorangriffen geschützt wurden und
  • sie während dieses Zeitraumes mit Negativbefund einem PCR-Test unterzogen wurden, der an mindestens 14 Tage nach dem Schutz vor Vektorangriffen entnommenen Proben durchgeführt wurde.

Dies bedeutet nach derzeitigem Stand, dass die Tiere innerhalb von 14 Tagen vor der Verbringung (= Datum des Abgangs aus dem Herkunftsbestand) mittels PCR mit negativem Ergebnis auf das Virus der Blauzungenkrankheit getestet und mindestens 14 Tage vor der Probenentnahme durch Insektizide oder Repellents vor Vektorangriffen geschützt wurden. Der Schutz ist nach der Probenahme bis zur Verbringung aufrechtzuerhalten.

Die Regelungen sind detailliert abrufbar unter: https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en. Die Angaben finden sich dort unter der Rubrik „Movements within the EU“. Alternativ können Sie über folgenden Link zugreifen: https://food.ec.europa.eu/system/files/2023-11/ad_control-measures_bt_movement_deu.pdf

Die Verwendung der Eigenerklärung für Tierhalter für die Verbringung von Zucht- und Nutztiere (Rinder, Schafe und Ziegen) in BTV-freie Zonen in Deutschland in der anhängenden Form wird empfohlen.

Die mitgeteilten Verbringungsregeln für Schlachttiere sowie für das innergemeinschaftliche Verbringen von Zucht- und Nutztieren gelten unverändert weiter. Eine Verbringung von Kameliden aus nicht BTV-freien Zonen (hier: Nordrhein-Westfalen) in BTV-freie Zonen in Deutschland ist nach wie vor nicht möglich.

 

UPDATE, 15. November 2023

BTV-3: Verbringungsregelungen – Neue Regelungen für Deutschland auf der Homepage der EU KOM eingestellt – aktualisiert

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird zunehmend von Anfragen bezüglich der durch die Europäische Kommission veröffentlichten Regelungen für das Verbringungen von Rindern, Schafen und Ziegen in BTV-freie Zonen in Deutschland erreicht. In Ergänzung meiner Information vom 14.11.2023 möchte ich hierzu folgendes klarstellen:

Die Ihnen bereits mitgeteilten Regelungen für das Verbringen von Schlachttieren (Rinder, Schafe, Ziegen) gelten nach wie vor. Auch das Verbringen von Zucht- und Nutztieren (Rinder, Schafe, Ziegen) in andere Mitgliedstaaten unterliegt weiterhin den Ihnen bereits mitgeteilten Regelungen.

Änderungen ergeben sich durch die Veröffentlichung der Verbringungsregeln auf der Seite der Europäischen Kommission aber für das Verbringen von Zucht- und Nutztieren (Rinder, Schafe und Ziegen) nach Deutschland bzw. innerhalb Deutschlands. Dieses ist – unter Beachtung der durch die Europäische Kommission veröffentlichten Regelungen – von nicht-freien Zonen bzw. nicht-freien Mitgliedstaaten in freie Zonen innerhalb Deutschlands nun wieder möglich.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz bemüht sich derzeit um eine Übersetzung der Regelungen durch das BMEL, um allen Beteiligten die korrekten Regelungen möglichst schnell zugänglich machen zu können.

 

UPDATE, 14. November 2023

BTV-3: Verbringungsregelungen – Neue Regelungen für Deutschland auf der Homepage der EU KOM eingestellt

Die Regelungen für das Verbringen von Tieren in BTV-freie und nicht-freie Zonen in Deutschland wurden auf der Seite der EU KOM aktualisiert. Demnach sind nun auch Verbringungen von Rindern, Schafen und Ziegen zu anderen Zwecken als zur Schlachtung in BTV-freie Bundesländer unter Auflagen möglich.

Die Regelungen sind detailliert abrufbar unter: https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en. Die Angaben finden sich dort unter der Rubrik „Movements within the EU“.

Alternativ können Sie über folgenden Link zugreifen: https://food.ec.europa.eu/system/files/2023-11/ad_control-measures_bt_movement_deu.pdf

Bitte beachten Sie, dass die Regelungen an europäisches Recht angepasst wurden und daher inhaltlich von dem abweichen, was ursprünglich bei den Beratungen zwischen den Ländern und dem BMEL im Rahmen der der Arbeitsgruppe Tierseuchenbekämpfung und Tiergesundheit vereinbart und Ihnen mitgeteilt wurde.

 

UPDATE, 01. November 2023

BTV-3: Innergemeinschaftliches Verbringen – Neue Regelung für die Niederlande auf der Homepage der EU KOM eingestellt

die Regelungen für das innergemeinschaftliche Verbringen von Tieren in die Niederlande wurden auf der Seite der EU KOM aktualisiert. Demnach sind an das Verbringen von empfänglichen Tieren (Rinder, Schafe und Ziegen sowie Kameliden, Zerviden und andere Huftiere) aus BTV-3 Gebieten in die Niederlande keine Bedingungen hinsichtlich BTV-3 mehr geknüpft („[…] no conditions apply for bovine animals, ovine and caprine animals, camelid animals, cervid animals and other ungulates with regard to BTV, serotype 3“).

Diese Information ist auch abrufbar unter: https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en Die Angaben finden sich dort unter der Rubrik „Movements within the EU“.

UPDATE, 31. Oktober 2023

BTV-3 – Informationen zum Verbringen von Rindersamen aus der Bundesrepublik Deutschland in die Mexikanischen Staaten

das BMEL informierte soeben über das sofortige Einfuhrverbot für Rindersperma aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen in die Vereinigten Mexikanischen Staaten aufgrund des Ausbruchs der Blauzungenkrankheit. Die mexikanischen Behörden hatten hierzu am 26.10.2023 informiert.

Die Wirtschaftsverbände auf Bundesebene werden ebenfalls durch das BMEL in Kenntnis gesetzt.

UPDATE, 31. Oktober 2023

BTV-3: Innergemeinschaftliches Verbringen – Neue Regelung für Belgien auf der Homepage der EU KOM eingestellt

die Regelungen für das innergemeinschaftliche Verbringen von Tieren nach Belgien wurden auf der Seite der EU KOM aktualisiert. Demnach sind an das Verbringen von empfänglichen Tieren aus BTV-3 Gebieten nach Belgien keine Bedingungen mehr geknüpft („No conditions are set for BTV3“).

Diese Information ist auch abrufbar unter: https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en Die Angaben finden sich dort unter der Rubrik „Movements within the EU“

Bei den dort bekanntgemachten Regelungen für die Niederlande und Deutschland hat sich bisher nichts Neues ergeben und es gibt dazu auch keine neue Mitteilung des BMEL. Somit sind für das Verbringen in die Niederlande weiterhin eine Repellentienbehandlung mind. 7 Tage vor dem Verbringen und ein negativer PCR-Test erforderlich.

UPDATE, 30. Oktober 2023

Blauzungenkrankheit (BT) – Verschleppung vermeiden

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurde die Blauzungenkrankheit amtlich festgestellt. Die beiden Länder und die Freie Hansestadt Bremen besitzen nicht mehr den Status “frei von einer Infektion mit dem Virus der Blauzungenkrankheit“. Auf die Seite des TierSeuchenInformationsSystems (TSIS) weise ich diesbezüglich hin (https://www.tsis.fli.de/GlobalTemp/202310310906269081.pdf ).

Für BT-empfänglich sind Schafe und Rinder, daneben aber auch Ziegen, Neuweltkameliden und Wildwiederkäuer. Typische klinische Symptome treten überwiegend beim Schaf auf. Infektionen ohne oder mit nur sehr milder Klinik kommen auch vor. Der Erreger, ein Orbivirus, wird durch stechende Vektoren der Gattung Culicoides (Gnitzen) übertragen. Infizierte Tiere bilden ein Erregerreservoir. Infektiöses Virus ist in Tieren bis zu 60 Tage nachweisbar.

Eine Verbringung von Rindern, Schafen und Ziegen aus nicht BT-freien Gebieten in BT-freie Gebiete ist unter bestimmten Bedingungen zwar möglich, dies sollte aber vorsorglich im Rahmen der kurativen Praxis soweit möglich vermieden werden, um die Gefahr einer Verschleppung des Virus einzudämmen.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass eine Verbringung von Kameliden aus nicht-freien Gebieten in freie Gebiete in Deutschland zurzeit nicht möglich ist, da Deutschland nicht über ein akkreditiertes Labor zur Untersuchung auf BTV-3 bei Kameliden verfügt.

Wir bitten Sie, praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte darauf aufmerksam zu machen, dass im Rahmen einer Überweisung BT-empfänglicher Arten zur Untersuchung oder Behandlung möglichst Kliniken oder Praxen in nicht BT-freien Gebieten (zurzeit Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen) berücksichtigt werden sollten.

Die Bitte wurde von der Behörde eines noch BT-freien Gebietes an uns herangetragen. Wir kommen der Bitte hiermit gerne nach.

Nähere Informationen über Tierseuchen erhalten Sie unter anderem auf den Webseiten https://www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tiergesundheit oder https://www.fli.de/de/startseite/.

 

UPDATE, 27. Oktober 2023

BTV-3: Informationen zur Aktualisierung der Regelungen für Verbringungen innerhalb Deutschlands/Eigenerklärung für Unternehmer bzw. Tierhalter

anlässlich von Beratungen zwischen den Ländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Bremen informieren wir über Aktualisierungen hinsichtlich der Verbringungsregeln innerhalb Deutschlands.

  1. Regelungen für Verbringungen zwischen den infizierten Zonen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen

Mit der Bestätigung des Ausbruchs der Blauzungenkrankheit in Niedersachsen, verursacht durch Serotyp 3, hat Niedersachsen das gesamte Landesgebiet zur infizierten Zone erklärt. Bremen hat sich auf Grund seiner Insellage Niedersachsen angeschlossen. Die drei Länder Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen haben vereinbart, Verbringungen innerhalb dieser zusammengefassten infizierten Zone ohne BTV-spezifische Beschränkungen zu gestatten. Die aktuelle Zonierung hinsichtlich BTV-3 ist einsehbar unter folgendem Link:

http://www.tsis.fli.de/Home/BMEL/_fserve.aspx?f=ET5OLk8%2fVPmjJr12iMRfPA%3d%3d

Auf die im Tiergesundheitsrecht der EU verankerten, an die Unternehmer gerichteten Verantwortlichkeiten für die Tiergesundheit und die allgemeinen Anforderungen an Verbringungen sowie Seuchenpräventionsmaßnahmen bei Beförderungen wird hingewiesen.

  1. Aktualisierung der Bedingungen für Verbringungen von Schlachttieren in BTV-3-freie Zonen in Deutschland

Die Beratungen der eingangs genannten Länder lassen folgende Modifikation der innerstaatlichen Verbringungsregeln für Schlachttiere (Rinder, Schafe, Ziegen) zu:

Das Verbringen von Schlachttieren zur sofortigen Schlachtung in freie Gebiete in Deutschland ist unter folgenden Bedingungen möglich:

  • Im Ursprungsbetrieb wurde während der letzten 30 Tage vor Verbringung kein Fall einer BTV-Infektion gemeldet und
  • die Tiere werden direkt von dem Herkunftsmitgliedstaat oder der Herkunftszone zum Bestimmungsschlachthof transportiert und
  • die Schlachtung wird innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft durchgeführt und
  • der Betreiber des Herkunftsbetriebes hat den Betreiber des Bestimmungsschlachthofs mindestens 48 Stunden vor Verladung entsprechend informiert.
  • Die Transportmittel, auf die die Tiere verladen werden, müssen unter den genannten Voraussetzungen entgegen meiner vorherigen Informationen nicht gegen den Angriff von Vektoren geschützt werden
  • Laut Beschluss der Task-Force Tierseuchenbekämpfung der Bundesländer vom 19.10.2023 müssen die Tiere außerdem von einer Eigenerklärung des Unternehmers begleitet sein, in der bestätigt wird, dass im Herkunftsbetrieb während der letzten 30 Tage vor der Verbringung keine klinischen Anzeichen einer BTV-Infektion aufgetreten sind bzw. kein bestätigter Fall einer BTV-Infektion und keine nicht abgeklärte Klinik, die auf eine BTV-Infektion hinweist, festgestellt wurde. Ein Vordruck dieser Eigenerklärung geht Ihnen mit diesem Schreiben zu.
  1. Alle Ihnen bereits mitgeteilten Bedingungen für das Verbringen von Zucht- und Nutztieren (Rinder, Schafe, Ziegen) aus Nordrhein-Westfalen in BTV 3-freie Zonen in Deutschland bleiben unverändert bestehen.

Auch in diesem Fall fordern freie Bundesländer bekanntermaßen eine Eigenerklärung der Tierhalter des Herkunftsbetriebes zum Gesundheitszustand in Bezug auf BTV-3. Einen Vordruck für die Eigenerklärung zum Verbringen von Zucht- und Nutztieren in BTV 3-freie Zonen in Deutschland erhalten Sie entsprechend ebenfalls mit diesem Schreiben.

Eine Verbringung von Kameliden aus Nordrhein-Westfalen in BTV-3-freie Zonen in Deutschland ist zurzeit nicht möglich, da Deutschland nicht über ein akkreditiertes Labor zur Untersuchung auf BTV3 bei Kameliden verfügt.

  1. Auch für das Verbringen von BT-empfänglichen Tieren in andere Mitgliedstaaten und für Verbringungen solcher Tiere aus Gebieten in anderen Mitgliedstaaten, in denen ausschließlich das Blauzungenvirus vom Serotyp 3 zirkuliert, in nicht seuchenfreie Gebiete in Bezug auf BTV-3 in Deutschland gelten die Ihnen bereits mitgeteilten Regelungen unverändert fort.

 

UPDATE, 24. Oktober 2023

Beschlüsse zur innerstaatlichen Verbringung von Rindern, Schafen und Ziegen aus Nordrhein-Westfalen in BTV 3-freie Zonen in Deutschland

sowie innergemeinschaftliche Verbringungen von Rindern, Schafen und Ziegen aus nicht-freien Gebieten anderer Mitgliedstaaten nach Nordrhein-Westfalen

Die Mitglieder der LAV AG TT haben folgende zwei Beschlüsse in Bezug auf Verbringungen gefasst:

Beschluss 1: Verbringungsregelungen für die Verbringung von Zucht- und Nutztieren aus Gebieten, in denen ausschließlich das Blauzungenvirus vom Serotyp 3 zirkuliert, in BTV-freie Zonen in Deutschland

„Das Verbringen von gehaltenen Tieren (Rinder, Schafe, Ziegen), die nicht zur unmittelbaren Schlachtung vorgesehen sind, aus Gebieten, in denen ausschließlich das Blauzungenvirus vom Serotyp 3 zirkuliert, in BTV-freie Zonen in Deutschland ist möglich, wenn folgende Anforderungen erfüllt werden:

  1. Die Tiere müssen von einer Eigenerklärung des Unternehmers begleitet sein, in der bestätigt wird, dass im Herkunftsbetrieb während der letzten 30 Tage vor der Verbringung keine klinischen Anzeichen einer BTV-Infektion, kein bestätigter Fall einer BTV-Infektion festgestellt und der Schutz vor Vektorangriffen gemäß Nr. 2 dieses Beschlusses durchgeführt wurde,
  2. die Tiere wurden mindestens sieben Tage vor der Verbringung durch Insektizide oder Repellents vor Vektorangriffen geschützt und
  3. die Tiere wurden bei bestehendem Schutz vor Vektorangriffen gemäß Nr. 2 dieses Beschlusses und höchstens sieben Tage vor der Verbringung einem PCR-Test mit negativem Befund auf BTV unterzogen.

Die Mitglieder der LAV AG TT wenden den Beschluss erst nach der Veröffentlichung durch die KOM an.“

 

Bis zur Veröffentlichung dieses Beschlusses durch die Kommission ist die Verbringung von Nutztieren (Rinder, Schafe, Ziegen) aus nicht BTV-freien Gebieten in BTV-freie Zonen in Deutschland unter Erfüllung der oben genannten Bedingungen des Beschlusses 1 im Einzelfall möglich, sofern die zuständige Behörde des Empfängers zugestimmt hat. Sobald der Beschluss durch die KOM veröffentlicht sein wird, wird er auf folgender, bekannter Internet-Seite unter der Rubrik „Movements within the EU“ einsehbar sein: https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en.

Wir werden Sie diesbezüglich aber auch separat informieren.

 

Beschluss 2: Verbringungsregelungen für die Verbringung von für die BT empfänglichen Tieren aus Gebieten in anderen Mitgliedstaaten, in denen ausschließlich das Blauzungenvirus vom Serotyp 3 zirkuliert, in nicht seuchenfreie Gebiete in Bezug auf BTV-3 in Deutschland

 

„Das Verbringen von gehaltenen Rindern, Schafen oder Ziegen, die nicht zur unmittelbaren Schlachtung vorgesehen sind, aus Gebieten in anderen Mitgliedstaaten, in denen ausschließlich das Blauzungenvirus vom Serotyp 3 zirkuliert, in nicht als seuchenfrei in Bezug auf die Blauzungenkrankheit anerkannte Gebiete in Deutschland aufgrund des Auftretens von BTV Serotyp 3, wird ohne besondere Tiergesundheitsbedingungen im Hinblick auf BTV-3 genehmigt.“

 

Für das innergemeinschaftliche Verbringen von BT-empfänglichen Nutz- und Zuchttieren (Rinder, Schafe, Ziegen) aus Nordrhein-Westfalen gelten nach wie vor die Ausnahmebedingungen, unter denen einzelne Mitgliedstaaten die Verbringungen von Tieren akzeptieren.  Diese sind auf der Seite der Europäischen Union https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en abrufbar und finden sich dort unter der Rubrik „Movements within the EU“. Auch die Regelungen der Delegierten Verordnung (EU) 2020/688, und bei Verbringungen in und durch freie Mitgliedstaaten und Zonen auch die Artikel 32 und 33 derselben Verordnung sind weiterhin zu beachten.

Über die Ergebnisse der Gespräche des BMEL mit den niederländischen und belgischen Behörden zu möglichen Erleichterungen beim Verbringen in die Niederlande und nach Belgien werden wir Sie ebenfalls schnellstmöglich informieren.

 

 

UPDATE, 23. Oktober 2023

Informationen zum Kälberhandel mit den Niederlanden und Belgien/Korrektur des Informationsschreibens vom 19.10.2023

Das Referat IV.7 Tierseuchenbekämpfung, Tierseuchenprävention des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen bittet die Tierärztekammer Nordrhein um Weiterleitung nachfolgender Information an ihre Mitglieder. Wir kommen dieser Bitte hiermit nach:

Das innergemeinschaftliche Verbringen von Zucht- und Nutztieren in andere Mitgliedstaaten ist nach wie vor nur unter folgenden Bedingungen möglich:

Auf der Seite der Europäischen Union https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en sind Ausnahmebedingungen, unter denen einzelne Mitgliedstaaten die Verbringungen von Tieren akzeptieren, aufgeführt. Diese finden sich dort unter der Rubrik „Movements within the EU“.

Zusätzlich sind die Regelungen der Delegierten Verordnung (EU) 2020/688, und bei Verbringungen in und durch freie Mitgliedstaaten und Zonen auch die Artikel 32 und 33 derselben Verordnung zu beachten.

 Diese genannten Bedingungen gelten nach wie vor auch für den Kälberhandel mit den Niederlanden und Belgien.

  1. Damit gilt für das Verbringen von BTV-empfänglichen Nutztieren aus NRW in die Niederlande:

Nur Kälber, die jünger als 90 Tage sind, dürfen in die Niederlande verbracht werden. Die Kälber müssen einen negativen PCR-Test nachweisen und die Beprobung hierfür darf höchstens 7 Tage vor der Verbringung stattgefunden haben. Darüber hinaus müssen die Kälber über mindestens 7 Tage vor der Verbringung durch Insektizide oder Repellentien vor Vektorangriffen geschützt worden sein. Die bei den Tieren angewendeten Insektizide oder Repellentien müssen für die Zieltierart zugelassen sein und entsprechend der Gebrauchsinformation angewendet werden.

https://food.ec.europa.eu/system/files/2021-04/ad_control-measures_bt_movement_nld.pdf

  1. Damit gilt für das Verbringen von BTV-empfänglichen Nutztieren aus NRW nach Belgien:

Es dürfen u.a. Rinder, Schafe und Ziegen unabhängig von ihrem Alter nach Belgien verbracht werden, wenn sie über mindestens 14 Tage vor der Verbringung durch Insektizide oder Repellentien vor Vektorangriffen (Gnitzen) geschützt worden sind. Zusätzlich muss ein negativer PCR-Test nachgewiesen werden. Die Beprobung hierfür darf erst nach mindestens 14 Tagen nach Beginn des Schutzes vor Vektoren durch die Repellentien erfolgen. Eine Poolung der Proben entsprechend der belgischen Regelungen (s. Link) ist möglich. Die bei den Tieren angewendeten Insektizide oder Repellentien müssen für die jeweilige Zieltierart zugelassen sein und entsprechend der Gebrauchsinformation angewendet werden.

https://food.ec.europa.eu/system/files/2023-06/ad_control-measures_bt_movement_bel.pdf

Ob es in Zukunft Erleichterungen für Verbringungen von Nutztieren in die Niederlande und nach Belgien geben wird, wird derzeit vom BMEL geklärt. Damit gibt es zurzeit auch noch keine Erleichterungen für Kälber aus BTV-freien Bundesländern, welche über Sammelstellen in NRW in die Niederlande oder nach Belgien verbracht werden sollen. Für diese Kälber gelten die gleichen Regelungen wie für Kälber, die aus nordrhein-westfälischen Herkunftsbetrieben stammen.

Außerdem möchte ich mein Informationsschreiben vom 19.10.2023 wie folgt korrigieren:

„Das Verbringen von Schlachttieren zur sofortigen Schlachtung in freie Gebiete in Deutschland ist unter folgenden Bedingungen möglich:

  • im Ursprungsbetrieb wurde während der letzten 30 Tage vor Verbringung kein Fall einer BTV-Infektion gemeldet und
  • die Tiere werden direkt von dem Herkunftsmitgliedstaat oder der Herkunftszone zum Bestimmungsschlachthof transportiert und die Schlachtung wird innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft durchgeführt und
  • der Betreiber des Herkunftsbetriebes hat den Betreiber des Bestimmungsschlachthofs mindestens 48 Stunden vor Verladung entsprechend informiert.
  • Die Transportmittel, auf die die Tiere verladen werden, wurden gegen Angriffe von Vektoren geschützt.

Laut Beschluss der Task-Force Tierseuchenbekämpfung der Bundesländer vom 19.10.2023 sollten die Tiere außerdem von einer Eigenerklärung des Unternehmers begleitet sein, in der bestätigt wird, dass im Herkunftsbetrieb während der letzten 30 Tage vor der Verbringung keine klinischen Anzeichen einer BTV-Infektion aufgetreten sind bzw. kein bestätigter Fall einer BTV-Infektion und keine nicht abgeklärte Klinik, die auf eine BTV-Infektion hinweist, festgestellt wurde.“

Dies bedeutet, dass die Schlachttiere aus NRW direkt zum Bestimmungsschlachthof verbracht werden müssen, nicht jedoch direkt vom Herkunftsbetrieb. Die übrigen Bedingungen gelten weiterhin unverändert.

 

UPDATE, 20. Oktober 2023

Verbringung von BTV-empfänglichen Tieren aus Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium informiert über aktuelle Regelungen für das Verbringen von BTV-empfänglichen Tieren aus Nordrhein-Westfalen:

  1. Spezifische Bedingungen, die beim Verbringen von Schlachttieren BTV-empfänglicher Arten auf Grund des BTV-Geschehens in Nordrhein-Westfalen zu beachten sind

Das Verbringen von Schlachttieren zur sofortigen Schlachtung in freie Gebiete in Deutschland ist unter folgenden Bedingungen möglich:

  • im Ursprungsbetrieb wurde während der letzten 30 Tage vor Verbringung kein Fall einer BTV-Infektion gemeldet und
  • die Verbringung erfolgt direkt vom Herkunftsbetrieb zum Bestimmungsschlachthof und die Schlachtung wird innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft durchgeführt und
  • der Betreiber des Herkunftsbetriebes hat den Betreiber des Bestimmungsschlachthofs mindestens 48 Stunden vor Verladung entsprechend informiert.
  • Die Transportmittel, auf die die Tiere verladen werden, wurden gegen Angriffe von Vektoren geschützt.

(Delegierte Verordnung (EU) 2020/689, Artikel 43 und 45 in Verbindung mit Anhang V Teil II Kapitel 2 Abschnitt 1 Absatz 4)

Laut Beschluss der Task-Force Tierseuchenbekämpfung der Bundesländer vom 19.10.2023 sollten die Tiere außerdem von einer Eigenerklärung des Unternehmers begleitet sein, in der bestätigt wird, dass im Herkunftsbetrieb während der letzten 30 Tage vor der Verbringung keine klinischen Anzeichen einer BTV-Infektion aufgetreten sind bzw. kein bestätigter Fall einer BTV-Infektion und keine nicht abgeklärte Klinik, die auf eine BTV-Infektion hinweist, festgestellt wurde.

Das innergemeinschaftliche Verbringen von Schlachttieren zur sofortigen Schlachtung in andere Mitgliedstaaten ist unter folgenden Bedingungen möglich:

  • Die Tiere kommen aus einem Betrieb, in dem in den letzten 30 Tagen vor dem Abgang keine Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1-24) gemeldet wurden.
  • Die Transportmittel, auf die die Tiere verladen werden, wurden gegen Angriffe von Vektoren geschützt und die Tiere werden während des Transports nicht länger als einen Tag abgeladen, wenn die Bestimmungsmitgliedstaaten frei von Infektionen mit dem Virus der Blauzungenkrankheit sind oder ein genehmigtes Tilgungsprogramm haben. Diese Regelungen gelten auch für die Verbringung durch solche Mitgliedstaaten und Zonen.
  • Bei Transporten in die Niederlande und nach Belgien müssen die Transportmittel nicht gegen den Angriff mit Vektoren geschützt werden, da beide Mitgliedstaaten weder einen Freiheitsstatus, noch ein genehmigtes Tilgungsprogramm haben.

(Delegierte Verordnung (EU) 2020/688, Artikel 14 e (Schlachtrinder) und Artikel 18 e (Schlachtschafe und -ziegen), Artikel 32 und 33)

  1. Spezifische Bedingungen, die beim Verbringen von Zucht- und Nutztieren BTV-empfänglicher Arten auf Grund des BTV-Geschehens in Nordrhein-Westfalen zu beachten sind

Das Verbringen von Zucht- und Nutztieren in freie Gebiete in Deutschland:

Zurzeit ist dies nicht möglich. Es werden auf Bund-Länder-Ebene Gespräche geführt, um eine Einigung zu erzielen. Das Verbringen von Nutztieren wird in der Arbeitsgruppe Tierseuchenbekämpfung und Tiergesundheit der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz in einer Sitzung am 23. und 24.10.2023 behandelt, um für alle Länder einen tragbaren Konsens zu erzielen.

 Das innergemeinschaftliche Verbringen von Zucht- und Nutztieren in andere Mitgliedstaaten ist unter folgenden Bedingungen möglich:

Auf der Seite der Europäischen Union https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en sind Ausnahmebedingungen, unter denen einzelne Mitgliedstaaten die Verbringungen von Tieren akzeptieren, aufgeführt. Diese finden sich dort unter der Rubrik „Movements within the EU“.

Zusätzlich sind die Regelungen der Delegierten Verordnung (EU) 2020/688, und bei Verbringungen in und durch freie Mitgliedstaaten und Zonen auch die Artikel 32 und 33 derselben Verordnung zu beachten.

Ob es in Zukunft Erleichterungen für Verbringungen in die Niederlande und nach Belgien geben wird, wird derzeit vom BMEL geklärt.

 

UPDATE, 18. Oktober 2023

Informationen zum innergemeinschaftlichen Verbringen BTV-empfänglicher Tiere aus NRW

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV) gab heute um 18:00 Uhr die folgende Information bekannt:

Zum innergemeinschaftlichen Verbringen BTV-empfänglicher Tiere aus Nordrhein-Westfalen informiere ich nach heutigem Stand, meine Information zu den TRACES-Zertifizierungen vom 13. Oktober (Az.:IV.7-65-08-03-02-0001)  insofern klarstellend, wie folgt:

Verbringungen von Tieren empfänglicher Arten in andere Mitgliedstaaten sind unter den Bedingungen der Delegierten Verordnung (EU) 2020/688 möglich. Insofern können für Schlachttiere entsprechende TRACES-Zertifizierungen erfolgen.

Andere Mitgliedsstaaten können für alle BTV-empfänglichen Tiere, unabhängig davon, ob es sich um Schlacht- oder Nutz-/Zuchttiere handelt, zusätzliche Bedingungen stellen, die im Einzelnen unter folgendem Link abgerufen werden können:

https://food.ec.europa.eu/animals/animal-diseases/surveillance-eradication-programmes-and-disease-free-status/bluetongue_en

Ob die Niederlande und/oder Belgien zusätzliche Erleichterungen bei den dort bereits hinterlegten Ausnahmen für Nutz- und Zuchttiere akzeptieren, wird zurzeit auf Bundesebene geklärt.

Auch wird gerade zwischen Bund und den Ländern abgestimmt, unter welchen Voraussetzungen empfängliche Tiere aus NRW in andere, BTV-freie Bundesländer transportiert werden können. Über das Ergebnis wird kurzfristig informiert.

 

UPDATE, 13. Oktober 2023

TRACES-Zertifizierung für das innergemeinschaftliche Verbringen von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Tieren

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV) gab heute um 18:50 Uhr die folgende Information bekannt: „Das BMEL teilte mit, dass bislang mit den Niederlanden und Belgien keine Regelungen zum Verbringen von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Tieren vereinbart werden konnten. Demnach können ab sofort keine TRACES-Zertifizierungen für das innergemeinschaftliche Verbringen ausgestellt werden.
Innergemeinschaftliche Verbringungen von für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Tieren können somit bis auf Weiteres nicht stattfinden.“

 

UPDATE, 13. Oktober 2023

Verdacht eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit im Kreis Kleve bestätigt

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV) informiert in seiner Pressemitteilung vom 13.10.2023: Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) habe den vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Verdacht eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit im Kreis Kleve bestätigt. Der betroffene Bestand sei als Vorsorgemaßnahme von Beginn an gesperrt worden. Anderen Tiere des Bestands zeigen keine Anzeichen der Erkrankung. In der Meldung des MLV heißt es weiter: „[…] Durch den Ausbruch verliert ganz Nordrhein-Westfalen den sogenannten Freiheitsstatus in Bezug auf die Blauzungenkrankheit. Der Viehhandel mit empfänglichen Tieren (Rinder, Schafe, Ziegen und sonstige Wiederkäuer) aus Nordrhein-Westfalen in blauzungenfreie Gebiete sowie in die Niederlande und nach Belgien wird nur noch unter bestimmten Auflagen möglich sein. Hierzu werden derzeit Gespräche geführt, über deren Ergebnis noch informiert wird. […]“

Weitere Einzelheiten zum Umgang mit Verdachtsfällen, was die Anzeigepflicht einschließt, wollen Sie bitte den Pressemitteilungen des MLV vom 11.10.2023 und 13.10.2023, der Informationsseite Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV), und unserem Erstbeitrag vom 12.10.2023 entnehmen, den Sie weiter unten finden.

Zum Geschehen im Kreis Kleve, s. auch die Pressemitteilung des Kreises vom 13.10.2023.

Für Bürgeranfragen an das MLV kann die Rufnummer 0211 3843-0 genutzt werden.

 

UPDATE, 12. Oktober 2023

Möglicher Ausbruch der Blauzungenkrankheit in einem schafhaltenden Betrieb im Kreis Kleve

Das MLV informiert in seiner Pressemitteilung vom 11.10.2023 über einen amtlichen Verdachtsfall, der den möglichen Ausbruch der Blauzungenkrankheit in einem schafhaltenden Betrieb im Kreis Kleve zum Gegenstand hat. Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung wurden ergriffen. Die zuständigen Stellen warten auf die Bestätigung durch das FLI.

Das MLV erklärt: „[…] Tierhalter, die bei ihren Tieren Symptome der Blauzungenkrankheit beobachten, sind weiterhin dringend aufgerufen, ihren Tierarzt oder das Veterinäramt zu kontaktieren. Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz empfiehlt zudem dringend, sich bei konkreten Fragen zum Ausbruchsgeschehen und den in den betroffenen Gebieten geltenden Regeln an die vor Ort zuständigen Stellen bei den Veterinärämtern in den Kreisen und kreisfreien Städten zu wenden. […]“

Das MLV betont: Eine Gefahr der Übertragung des Virus auf Menschen besteht unverändert nicht. Hinsichtlich des Verzehrs von Fleisch- und Milchprodukten gibt es keine Bedenken.

An dieser Stelle sei nochmals erinnert: Die Blauzungenkrankeit ist eine anzeigepflichte Erkrankung. Entsprechende Mitteilungen müssen von Tierhalter:innen im Verdachtsfall an das örtlich zuständige Veterinäramt gerichtet werden. Eine Auflistung der Veterinärämter in Nordrhein-Westfalen verlinken wir in diesem Beitrag.

Über den Verdachtsfall im Kreis Kleve sowie die Ausbrüche der Krankheit in den Niederlanden sowie Belgien berichten auch andere Quellen. Beispielsweise agrarheute.de in einem Beitrag vom 11.10.2023.

Quellen:
Informationsseite des FLI: Link.
Kurznachricht des FLI vom 13.10.2023: Link.
Informationsseite des LANUV: Link.
Pressemitteilung des Kreis Kleve vom 13.10.2023: Link.
Pressemitteilung des MLV vom 13.10.2023: Link.
Pressemitteilung des MLV vom 11.10.2023: Link.
Auflistung der Veterinärämter in Nordrhein-Westfalen: Link.

Bild: Quelle.

 

UPDATE, 6. Oktober 2023

Einordnung zu den Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit in den Niederlanden

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV) nimmt in seiner Pressemitteilung vom 05.10.2023 eine Einordnung zu den Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit in den Niederlanden vor und ruft zur erhöhten Aufmerksamkeit auf. Das MLV betont zunächst, dass in Deutschland bislang keine Fälle der Tierseuche bekannt sind und betont direkt: „[…] Für Verbraucherinnen und Verbraucher besteht keine Gefahr. Menschen können sich nicht mit dem Virus der  Blauzungenkrankheit anstecken. […]“

Die Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin, Frau Silke Gorißen, macht aber auch sehr deutlich:  „[…] Die Blauzungenkrankheit ist ein Virus, das großes Tierleid hervorrufen kann, wenn die Erkrankung ausbricht. Tierhalterinnen und Tierhalter in Nordrhein-Westfalen – besonders in den Grenzgebieten zu den Niederlanden – sind aufgerufen, ihre Bestände genau und aufmerksam zu beobachten. Zudem ist die Blauzungenkrankheit anzeigepflichtig: Kranke Tiere sind umgehend dem zuständigen Veterinäramt zu melden, damit dieses die notwendigen labordiagnostischen Abklärungsuntersuchungen und weitere Schritte einleiten kann. […]“

Eine Auflistung der Veterinärämter in Nordrhein-Westfalen verlinken wir in diesem Beitrag.

Bürgeranfragen können über die Telefonnummer 0211 3843-0 an das Ministerium gerichtet werden.

Bild: Quelle.

 

ERSTBEITRAG, 29. September 2023

Bericht über den Ausbruch der Blauzungenkrankheit in vier Betrieben in den Niederlanden Anfang September

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) berichtet in seiner Kurznachricht vom 21.09.2023 über den Ausbruch der Blauzungenkrankheit (Bluetongue Virus (BTV)) vom Serotyp 3  (BTV-3) in vier Betrieben in den Niederlanden Anfang September 2023. Diese Zahl hat sich seitdem mehr als verzehnfacht. Das FLI führt hierzu aus: „[…] Mittlerweile sind über 40 Betriebe betroffen, überwiegend Schafhaltungen. […] Aufgrund der Dynamik des Geschehens mit einer großen Zahl an Neuausbrüchen besteht die Gefahr, dass auch deutsche Betriebe betroffen sein können. […]“

Die Kurznachricht schließt mit der Information: „[…] Die gesamten Niederlande haben den Status „frei von BTV“ ausgesetzt. Das heißt, Rinder, Schafe und Ziegen aus den Niederlanden dürfen nur noch nach den Maßnahmen in der Delegierten Verordnung (EU) 2020/688 der Kommission innerhalb der EU verbracht werden. „[…]“

Allgemeine Informationen zum BTV und aktuelles Kartenmaterial zur Ausbreitung finden Sie auf der Homepage des FLI. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) berichtet ebenfalls aktuell zum Tierseuchengeschehen.

Auch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV) nimmt in seiner Pressemitteilung vom 05.10.2023 eine Einordnung vor. Frau Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Gorißen ruft zur erhöhten Aufmerksamkeit auf: „[…] Die Blauzungenkrankheit ist ein Virus, das großes Tierleid hervorrufen kann, wenn die Erkrankung ausbricht. Tierhalterinnen und Tierhalter in Nordrhein-Westfalen – besonders in den Grenzgebieten zu den Niederlanden – sind aufgerufen, ihre Bestände genau und aufmerksam zu beobachten. Zudem ist die Blauzungenkrankheit anzeigepflichtig: Kranke Tiere sind umgehend dem zuständigen Veterinäramt zu melden, damit dieses die notwendigen labordiagnostischen Abklärungsuntersuchungen und weitere Schritte einleiten kann. […]“ Das Ministerium stellt aber auch klar, dass zumindest aktuell keine Ausbrüche der Blauzungenkrankheit in Deutschland bekannt sind.

Quellen:
Informationsseite des FLI: Link.
Informationsseite des LANUV: Link.
Pressemitteilung des MLV vom 05.10.2023: Link.

Bild: Quelle.

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