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SARS-CoV-2 / Covid-19: Finanzielle Hilfen für Angehörige der Tierärzteschaft (Überblick)

Die Tierärztekammer Nordrhein hat für Sie eine Auflistung der finanziellen Hilfen für Angehörige der Tierärzteschaft zusammengestellt. Gerne informieren wir Sie, als unsere Tierärzteschaft, nachfolgend über die einzelnen Hilfspakete. Bitte beachten Sie dabei die einzelnen Fristen der Antragstellung.
 
Außerordentliche Wirtschaftshilfe für November - Antragstellung bis 31.03.2021 (Frist verlängert) - und
außerordentliche Wirtschaftshilfe für Dezember - Antragstellung bis 30.04.2021 (Überbrückungshilfe I):
 
"[…] Von angeordneten Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen werden durch eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ unterstützt, der sogenannten Novemberhilfe. Die Betroffenen erhalten schnell und unbürokratisch Hilfe – in Form von Zuschüssen von 75 Prozent ihres entsprechenden durchschnittlichen Umsatzes im November 2019, tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns. […]"
 
Quelle 2 (FAQ): Link, 16.02.2021.
Quelle 3 (Übersicht zu allen Beihilferegelungen): Link, 16.02.2021.
 
(*) Hinweis zu "Quelle 2": Unter diesem Link findet sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Übersicht (01.02.2021), abweichend von anderen Quellen, der 30.04.2021 als Frist für die Beantragung der "Novemberhilfe". Dies ist vermutlich falsch. Bis zu einer Klarstellung oder Korrektur gehen Sie im Fall der "Novemberhilfe" bitte vorsichtshalber als Frist vom 31.03.2021 aus. Für die "Dezemberhilfe" gilt als Frist der 30.04.2021.
 
 
"Überbrückungshilfe II" für die Monate September bis Dezember 2020 - Antragstellung bis 31.03.2021 (Frist verlängert):
 
"[…] Die 2. Phase der Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von vier Monaten (September bis Dezember 2020), welches zum Ziel hat, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Das Programm wird für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen mit der NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt. […]"
 
"[…] Um Überbrückungshilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine vereidigte Buchprüferin oder einen Buchprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021. […]"
 
Quelle 4 (FAQ): Link, 16.02.2021.
Quelle 5 (Übersicht zu allen Beihilferegelungen): Link, 16.02.2021.
 
 
 
Überbrückungshilfe III für die Monate November 2020 bis Juni 2021 bzw. für Soloselbständige Neustarthilfe für die Monate Januar 2021 bis Juni 2021 - Antragstellung in beiden Fällen bis 31.08.2021:
 
Zur Überbrückungshilfe III:
 
"[…] Antrags- und förderberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Die bisherige Unterscheidung „von Schließung betroffen/nicht von Schließung betroffen“ entfällt, ebenso wie der Nachweis von Umsatzeinbrüchen außerhalb des Förderzeitraums. Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021. […]"
 
"[…] Die Abschlagszahlungen und die Antragstellung starten im Monat Februar 2021. […]"
 
"[…] Unternehmen müssen Anträge wie bisher bei der Überbrückungshilfe II und den außerordentlichen Wirtschaftshilfen elektronisch durch prüfende Dritte (d.h. Steuerberater/innen, Wirtschaftsprüfer/innen, vereidigte Buchprüfer/innen und/oder Rechtsanwälte/innen) über die Überbrückungshilfe-Plattform stellen [den entsprechenden Link finden Sie weiter unten]. […]"
 
Zur Neustarthilfe im Rahmen der Überbrückungshilfe III:
 
"[…] Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Alternativ zur Überbrückungshilfe III können Sie einmalig die Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro beantragen. […]"
 
Quelle 1: Link, 01.02.2021.
Quelle 2 (Übersicht über die Bewilligungsstellen): Link, 01.02.2021.
Quelle 3 (FAQ): Link, 16.02.2021.
Quelle 4 (FAQ zur Neustarthilfe für Soloselbständige): Link, 16.02.2021.     
Quelle 5 (Übersicht zu allen Beihilferegelungen): Link, 16.02.2021.
 
Link zum Online-Antrag für "prüfende Dritte" (Steuerberater des Kammermitglieds pp, s. o.): Link, 01.02.2021.
 
 
NRW-Soforthilfe 2020 - Antragstellung bis 30.11.2020:
 
 
 
Liquiditätssicherung (Finanzierung):
 
"[…] Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung: beispielsweise mit bis zu 100 Prozent haftungsbeschränkte Kredite im Rahmen der KfW-Corona-Hilfe oder der Universalkredit der NRW.BANK. Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können bis 2,5 Mio. Euro durch die Bürgschaftsbank NRW und ab 2,5 Mio Euro das Landesbürgschaftsprogramm (Merkblatt zu Landesbürgschaften für KMU und Großunternehmen in der Corona-Krise) mit einer Verbürgungsquote von bis zu 90 Prozent besichert werden. […]"
 
 
 
Liquiditätssicherung (steuerliche Maßnahmen, u. a. Stundung von Steuern, Fristverlängerung für die Abgabe der Steuererklärung):
 
"[…] Die Finanzverwaltung NRW kommt betroffenen Unternehmen auf Antrag mit Steuerstundungen und der Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitestmöglich aus. Sollten Sie als Unternehmen oder Freiberufler davon Gebrauch machen wollen, wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Finanzamt bzw. machen von dem Antragsformular Gebrauch. […]
 
 
 
Kurzarbeitergeld:
 
"[…] Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich. […]"
 
"[…] Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben. […] Der Bezug von Kug ist bis zu 12 Monate möglich. Bis Ende 2021 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten. […]"
 
Muster-Zusatzvereinbarung der Bundestierärztekammer e. V. zur Anordnung von Kurzarbeit: https://www.bundestieraerztekammer.de/btk/downloads/Corona/Muster-Kurzarbeitvereinbarung.docx?m=1585240355&, 16.12.2020.
 
 
Entschädigung bei Quarantäne oder Tätigkeitsverbot:
 
"[…] Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) unter Quarantäne gestellt wird oder mit einem Tätigkeitsverbot belegt wurde und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. (§56 IfSG). In Nordrhein-Westfalen sind die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) für die Entschädigung je nach dem Sitz der Betriebsstätte zuständig. Bei Arbeitnehmer*innen hat der Arbeitgeber für längstens sechs Wochen, soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, die Entschädigung auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag erstattet. Ab der siebten Woche wird die Entschädigung auf Antrag des Betroffenen vom LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung an diesen direkt gezahlt. Selbstständig Erwerbstätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt beim Landschaftsverband Rheinland. Voraussetzung für den Erhalt einer Entschädigung ist ein Verdienstausfall infolge eines Tätigkeitsverbotes bzw. einer Quarantäne (Absonderung) nach Infektionsschutzgesetz (IfSG). Der Antrag auf Entschädigung muss innerhalb von 12 Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung beim LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung gestellt werden. […]"
 
 
 

Kinderkrankengeld - ab 05.01.2021:

"[…] [Das]  Kinderkrankengeld [soll] im Jahr 2021 pro Elternteil von zehn auf 20 Tage pro Kind, für Alleinerziehende von 20 auf 40 Tage pro Kind verdoppelt werden. Bei mehreren Kindern hat jeder Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 45 Arbeitstage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch auf maximal 90 Arbeitstage. Voraussetzungen sind, dass: [1] sowohl der betroffene Elternteil als auch das Kind gesetzlich krankenversichert sind, [2] das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder aufgrund einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist, [3] keine andere im Haushalt lebende Person das Kind beaufsichtigen kann. Die Höhe des Kinderkrankengeldes beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Die Regelung soll […]  rückwirkend zum 5. Januar in Kraft treten. […]"

"[…] Eltern können Kinderkrankengeld bei ihrer Krankenkasse beantragen. Die Bundesregierung befindet sich aktuell im Austausch mit den Krankenkassen über die konkrete Umsetzung und Anwendung dieser Regelung. Ziel ist eine möglichst einfache Lösung. […]"

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Informationsseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen zu den Coronaschutz-Regeln: Link.
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Informationen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Schutzimpfung (Überblick): Link.
Anregungen der Bundestierärztekammer e. V. zum Praxisablauf:Link.
Einheitliche Quarantäneverordnung für Nordrhein-Westfalen seit dem 01.12.2020: Link.