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Corona-Meldepflicht für Haustiere beschlossen

Der Bundesrat stimmte in der Sitzung am 03.07.2020 der "Dritten Verordnung zur Änderung der Verordnung für meldepflichtigen Tierkrankheiten" vom 12.06.2020 zu, welche die Einführung der Corona-Meldepflicht für Haustiere zum Gegenstand hat. Die Verordnung wurde am 13.07.2020 im  Bundesgesetzblatt verkündet und trat am Folgetag in Kraft.

Die Meldepflicht besteht damit seit dem 14.07.2020.

Wir betonen, dass sich die Meldepflicht auf das neuartige Corona Virus (SARS-CoV-2) beschränkt. Andere Viren des Corona-Stamms sind nicht meldepflichtig.

Mit der Meldepflicht ist keine Pflicht der Tierhalter verbunden ihr Tier auf SARS-CoV-2 testen zu lassen.

Die Pflicht zur Meldung trifft in erster Linie die Leiterinnen/Leiter der Veterinäruntersuchungsämter, der Tiergesundheitsämter und der öffentlichen oder privaten Untersuchungsstellen, also zum Beispiel Laborbetreiber.
 
Die Meldepflicht gilt ferner für Tierärztinnen/Tierärzte, die in Ausübung ihres Berufs eine Infizierung mit SARS-CoV-2 feststellen. Aber nur, wenn die zur Feststellung der Krankheit/des Erregers genommene Probe durch die Tierärztin/den Tierarzt untersucht wurde. Bei Versand einer Probe an ein Labor trifft besagte Meldepflicht den Laborbetreiber. Desgleichen gilt, wenn die Untersuchung vom Veterinär- oder Tiergesundheitsamt durchgeführt wurde, d. h. die Meldepflicht trifft in diesen Fällen die Amtsleitung.
 
Rechtliche Grundlagen:
 
§ 26 Absatz 3 Tiergesundheitsgesetz in Verbindung mit § 1 Absatz 1 und 2 in Verbindung mit Anlage zu § 1 Nummer 22a Verordnung über meldepflichtige Tierkrankheiten.
 
Ergänzende Informationen: