Kammer der Tieraerztekammer

Weiterbildungsordnung vom 31. Oktober 2014

Die Weiterbildungsordnung der Tierärztekammer Nordrhein vom 27. Januar 1998
- zuletzt geändert durch die Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung vom 31. Oktober 2014 -
ist gültig für alle Kammerangehörige, die am 01.01.2015 mit einer Weiterbildung begonnen haben.
 
 
 
§ 1       Ziel der Weiterbildung
 
Ziel der Weiterbildung ist es, Tierärztinnen1 und Tierärzten1 nach Abschluß ihrer Berufsausbildung im Rahmen einer mehrjährigen Berufstätigkeit unter Anleitung dazu ermächtigter Kammerangehöriger2 eingehende Kenntnisse und Erfahrungen in den Gebieten, Teilgebieten und Bereichen (Zusatzbezeichnungen) zu vermitteln, für die neben der Berufsbezeichnung weitere Bezeichnungen als Hinweis auf besondere tierärztliche Kenntnisse und Fähigkeiten geführt werden dürfen.
 
 
§ 2       Gebiete, Teilgebiete und Bereiche (Zusatzbezeichnungen) der Weiterbildung
 
(1) Der Tierarzt kann sich in folgenden Gebieten und Teilgebieten weiterbilden:
 
1.1              Anatomie
1.3              Bakteriologie und Mykologie
1.4              gestrichen
1.5              Epidemiologie
1.6              Fische
1.7              Fleischhygiene
1.8              Geflügel
1.9              Immunologie
1.10            Kleine Wiederkäuer
1.11            Kleintiere
1.12            Klinische Laboratoriumsdiagnostik
1.13            Lebensmittel
1.14            Milchhygiene
1.15            Öffentliches Veterinärwesen
1.16            Parasitologie
1.17            Pathologie
1.17.1         Teilgebiet Toxikopathologie
1.18            Pferde
1.18.1         Teilgebiet Chirurgie
1.18.2         Teilgebiet Innere Medizin
1.18.3         Teilgebiet Orthopädie
1.18.4         Teilgebiet Reproduktionsmedizin
1.19            Pharmakologie und Toxikologie
1.20            Physiologie
1.21            Radiologie
1.22            Reproduktionsmedizin
1.23            Reptilien
1.24            Rinder
1.25            Schweine
1.26            Tierernährung und Diätetik
1.27            Tier- und Umwelthygiene
1.28            Tierschutz
1.29            Tropenveterinärmedizin
1.30            Verhaltenskunde
1.31            Versuchstierkunde
1.32            Virologie
1.33            Zoo- und Gehegetiere
1.34            Bildgebende Verfahren - Kleintiere
1.35            Heimtiere
1.36            Chirurgie der Kleintiere
1.37            Innere Medizin der Kleintiere
 
(2) In folgenden Bereichen kann eine Weiterbildung zur Erlangung des Rechts auf Führung einer Zusatzbezeichnung erfolgen:
 
2.1              Akupunktur
2.2              Anästhesie beim Kleintier
2.3              Augenheilkunde beim Kleintier
2.4              Betreuung von Pferdesportveranstaltung
2.5              Bienen
2.7              Dermatologie beim Kleintier
2.8              gestrichen
2.9              Homöopathie
2.10            Kardiologie beim Kleintier
2.14            Reptilien
2.15            Röntgenologie/Sonographie
2.18            Tierverhaltenstherapie beim Kleintier
2.19            Tierverhaltenstherapie beim Pferd
2.20            Zahnheilkunde beim Kleintier
2.21            Zahnheilkunde beim Pferd
2.22            Zierfische
2.23            Zier-, Zoo- und Wildvögel
 
(3) Inhalt und Umfang der Gebiete und Teilgebiete sind in den Anlagen 1.1 – 1.37, der Bereiche (Zusatzbezeichnungen) in den Anlagen 2.1 – 2.23 festgelegt.
 
 
§ 3       Art, Inhalt und zeitlicher Ablauf der Weiterbildung
 
(1) Mit der Weiterbildung kann erst nach Erwerb der Approbation als Tierarzt oder nach Erteilung der Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des tierärztlichen Berufes gemäß den jeweils geltenden Bestimmungen der Bundes-Tierärzteordnung begonnen werden.
 
(2) Die Weiterbildung umfasst die für den Erwerb der jeweiligen Bezeichnung nach § 33 des Heilberufsgesetzes erforderliche Vertiefung der beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten und erstreckt sich auf die Vermittlung und den Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten, die in den Anlagen für die Gebiete, Teilgebiete und Bereiche (Zusatzbezeichnungen) festgelegt sind. Die Weiterbildung muß gründlich und umfassend sein. Sie umfaßt insbesondere die Vertiefung der Kenntnisse und Fähigkeiten in Ursache, Erkennung, Behandlung und Verhütung von Krankheiten und Leiden der Tiere sowie den Schutz des Menschen vor Gefahren und Schädigungen durch Tierkrankheiten und Lebensmittel tierischer Herkunft einschließlich der mit diesen Gebieten zusammenhängenden Fragen der Umwelthygiene und des Tierschutzes.
 
(3) Dauer und Inhalt der Weiterbildung richten sich nach den Bestimmungen der Anlagen. Die dort angegebenen Weiterbildungszeiten sind Mindestzeiten.
Tätigkeitsabschnitte unter sechs Monaten können nur dann auf die Weiterbildungszeit angerechnet werden, wenn dies in der Anlage vorgesehen ist. Eine Unterbrechung der Weiterbildung infolge Krankheit, Schwangerschaft, Sonderbeurlaubung, Wehrdienst usw. von mehr als einem Monat oder von insgesamt mehr als sechs Wochen im Kalenderjahr kann grundsätzlich nicht auf die Weiterbildungszeit angerechnet werden.
Weiterbildungszeiten, die zum Zeitpunkt des Antrags auf Zulassung mehr als 10 Jahre zurückliegen, können nicht mehr berücksichtigt werden.
 
(4) Die Weiterbildung in den Gebieten, Teilgebieten und Bereichen wird ganztägig und in hauptberuflicher Stellung durchgeführt. Zeiten bei einer Weiterbildungsstätte und einem Weiterbildenden unter sechs Monaten werden nur angerechnet, wenn sie vorgeschrieben sind. Die zuständige Kammer kann von Satz 2 abweichende Bestimmungen für die Weiterbildung in einzelnen Gebieten und Teilgebieten treffen sowie im einzelnen Ausnahmen zulassen, wenn es mit den Zielen der Weiterbildung vereinbar ist. Eine Weiterbildung kann in persönlich begründeten Fällen in Teilzeit abgeleistet werden, wenn die durchschnittliche, regelmäßige Weiterbildungszeit von 20 Wochenstunden nicht unterschritten wird. Gesamtdauer und Qualität müssen den Anforderungen an eine ganztägige Weiterbildung entsprechen. Die Entscheidung trifft die zuständige Kammer.
 
(5) In den in der Anlage genannten Gebieten sind der Weiterbildende und die Weiterbildungsstätte während der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit einmal zu wechseln. Die Tierärztekammer kann im Einzelfall auf vorherigen Antrag Ausnahmen von dieser Verpflichtung zulassen, wenn es mit den Zielen der Weiterbildung vereinbar ist und die Erfüllung der Verpflichtung für den Weiterzubildenden sonst eine besondere Härte bedeuten würde.
 
(6) Eine Zeit beruflicher Tätigkeit, in der auch eine eigene Praxis ausgeübt wird, ist auf Weiterbildungszeiten für die Gebiete und Teilgebiete nicht anrechnungsfähig. Ausnahmen regelt § 3a.
 
(7) Die in den Anlagen jeweils vorgeschriebenen Fortbildungsstunden dürfen – vom Datum der Antragstellung gesehen – mit Ausnahme der Bestimmungen für die Weiterbildung gemäß § 3a nicht mehr als fünf Jahre zurückliegen. Bis zu 25 % der nachzuweisenden Fortbildungsstunden können in Form des e-learnings nachgewiesen werden.
 
(8) Die Weiterbildung in den Teilgebieten kann teilweise im Rahmen der Weiterbildung nach Maßgabe der Anlagen in dem Gebiet durchgeführt werden, dem die Teilgebiete angehören.
 
(9) Die Weiterbildung in einem Teilgebiet muß auf der Weiterbildung im zugehörigen Gebiet aufbauen.
 
(10) Für die Anerkennung mehrerer Gebietsbezeichnungen können die Weiterbildungszeiten von verwandten Gebieten entsprechend der Anlagen gegenseitig angerechnet werden.
 
(11) Eine im Rahmen des Aufbaustudiums als approbierter Tierarzt durchlaufene Weiterbildung kann ganz oder teilweise anerkannt werden.
 
(12) In begründeten Fällen kann die zuständige Tierärztekammer hierzu auf Antrag Ausnahmen zulassen.
 
 
§ 3a Anerkennung von Zeiten tierärztlicher Tätigkeit in eigener Praxis
 
(1) Gem. § 50 Abs. 7 bis 9 HeilBerG kann die Kammer abweichend von § 36 Abs. 6 und § 37 Abs. 1 HeilBerG auf Antrag Zeiten beruflicher Tätigkeit, in der auch eine eigene Praxis ausgeübt wurde und die Voraussetzungen des § 37 Abs. 1 HeilBerG nicht vorlagen, für die Weiterbildung in einem Gebiet oder Teilgebiet anerkennen, wenn Weiterzubildende in diesem Gebiet oder Teilgebiet
 
1. während der praktischen Tätigkeit als niedergelassene Tierärztin oder Tierarzt Kenntnisse erworben haben, die denen einer zur Weiterbildung in einer Weiterbildungsstätte oder einem zur Weiterbildung ermächtigten Kammerangehörigen gem. § 38 Abs. 1 HeilBerG vergleichbar sind und
 
2. eine sechs monatige Weiterbildung in einer Weiterbildungsstätte nach § 37 Abs. 1 oder ein Jahr in abhängiger Stellung in einer auf das entsprechende Gebiet bezogenen tierärztlichen Praxis oder tierärztlichen Klinik abgeleistet haben.
 
Die Voraussetzungen liegen vor, wenn die Zeit der praktischen Tätigkeit als niedergelassene Tierärztin oder niedergelassener Tierarzt mindestens doppelt so lang ist wie die Weiterbildungszeit.
 
(2) Abweichend von § 36 Abs. 6 und § 37 Abs. 1 HeilBerG kann die Kammer auf Antrag Zeiten beruflicher Tätigkeit, in der auch eine eigene Praxis ausgeübt wurde und die Voraussetzungen des § 37 Abs. 1 HeilBerG nicht vorlagen, für die Weiterbildung in Bereichen anerkennen, wenn Weiterzubildende2 in dem Bereich mindestens 3 Jahre als niedergelassene Tierärztin oder niedergelassener Tierarzt tätig waren.
 
(3) Eine berufliche Tätigkeit in eigener Praxis ist auf die Weiterbildung nur anrechenbar, wenn dies in den einzelnen Weiterbildungsgängen (Anlagen) vorgesehen ist.
 
(4) Der Leistungsumfang der Praxis oder Klinik muss mit der personellen räumlichen und technischen Ausstattung einer Weiterbildungsstätte gem. § 5 (1) und § 7 dieser Weiterbildungsordnung vergleichbar sein.
 
(5) Voraussetzungen für die Anrechnung einer tierärztlichen Tätigkeit als Weiterbildungszeit sind:
 
- Der Antragsteller weist gem. § 50 Abs. (5) Nr. 2 des Heilberufsgesetzes eine personelle Ausstattung nach, die den
  Erfordernissen der veterinärmedizinischen Entwicklung Rechnung trägt.
- Der Antragsteller stellt dar, welche apparative und instrumentelle Ausstattung ihm in der Weiterbildungszeit in seiner
  tierärztlichen Praxis zur Verfügung stand.
- Der Antragsteller weist entsprechend der Weiterbildungszeit nach § 3a Abs. 1 die doppelte Zahl der
  Fortbildungsstunden nach, die in den Anlagen für Gebiete und Teilgebiete in der Weiterbildungsordnung gefordert sind.
  Bei Bereichen vermehrt sich die Zahl der nachzuweisenden Fortbildungsstunden um die Hälfte. Bis zu 25 % der
  nachzuweisenden Fortbildungsstunden können in Form des e-learnings nachgewiesen werden.
- Die nachgewiesenen Fortbildungsstunden dürfen – vom Datum der Antragstellung gesehen – nicht mehr als 10 Jahre
  zurückliegen.
 
Die Tierärztekammer kann in begründeten Ausnahmefällen Abweichungen hiervon zulassen.
 
(6) Zur Anerkennung der Tätigkeit in eigener Praxis als Weiterbildungszeit nach den Bestimmungen dieser Weiterbildungsordnung ist es erforderlich, dass die/der Weiterzubildende durch eine Tutorin/einen Tutor4) während ihrer/seiner Weiterbildungszeit begleitet wird.
In Zusammenarbeit mit der Tierärztekammer kann der Tutor den Weiterzubildenden bei der Erstellung der für die Zulassung zum Fachgespräch erforderlichen Unterlagen unterstützen.
Der Tutor ist von dem Weiterzubildenden vor Beginn der als Weiterbildungszeit vorgesehenen Tätigkeit in eigener Praxis zu benennen, spätestens jedoch zur Hälfte der Weiterbildungszeit. Der Tutor soll die Gebiets-, Teilgebiets- bzw. Zusatzbezeichnung führen, die vom Weiterzubildenden angestrebt wird.
In begründeten Fällen kann die zuständige Tierärztekammer hierzu auf Antrag Ausnahmen zulassen.
 
 
§ 4 Führen von Gebiets-, Teilgebiets- und Zusatzbezeichnungen
 
(1) Eine Bezeichnung nach § 2 Abs. 1 darf führen, wer eine Anerkennung erhalten hat. Die Anerkennung erhält der Kammerangehörige, der die vorgeschriebene Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Die jeweilige Bezeichnung ist vollständig in der von der Tierärztekammer Nordrhein zugelassenen Fassung zu führen.
 
(2) Mehrere Gebietsbezeichnungen dürfen auf verwandten Gebieten nebeneinander geführt werden.
Verwandte Gebiete sind:
 
1. Tierart und Disziplin
2. Grundwissenschaft und angewandte Wissenschaft
3. Verschiedene Tierarten
 
(3) Teilgebietsbezeichnungen nach § 2 Abs. 1 dürfen nur zusammen mit der Bezeichnung des Gebietes geführt werden, dem die Teilgebiete zugehören.
 
 
§ 5 Ermächtigung zur Weiterbildung
 
(1) Die Weiterbildung in Gebieten, Teilgebieten und Bereichen (Zusatzbezeichnungen) wird unter verantwortlicher Leitung der von der Kammer ermächtigten Tierärzten in Einrichtungen der Hochschulen, in zugelassenen Instituten, Tierärztlichen Kliniken und Praxen oder anderen vergleichbaren Einrichtungen (Weiterbildungsstätten) durchgeführt. In den Weiterbildungsgängen (Anlagen) kann ferner die Teilnahme an Kursen und Weiterbildungsstudiengängen dieser Einrichtungen vorgeschrieben werden.
 
(2) Abgesehen von Absatz 1 kann die Weiterbildung auch in zugelassenen tierärztlichen Kliniken oder teilweise bei einem ermächtigten niedergelassenen Tierarzt oder bei einem ermächtigten Tierarzt in einer tierärztlichen Praxis durchgeführt werden. Die Weiterbildung in dem Gebiet „Öffentliches Veterinärwesen“ wird in vom Fachminister besonders bestimmten Einrichtungen durchgeführt.
 
(3) Die Ermächtigung zur Weiterbildung kann nur erteilt werden, wenn der Kammerangehörige fachlich und persönlich geeignet ist. Der Kammerangehörige, der für ein Gebiet oder Teilgebiet oder einen Bereich (Zusatzbezeichnung) zur Weiterbildung ermächtigt ist, muß auf seinem Gebiet, Teilgebiet oder in seinem Bereich umfassende Kenntnisse und Erfahrungen besitzen, die ihn befähigen, eine gründliche Weiterbildung zu vermitteln. Sie kann dem Kammerangehörigen grundsätzlich nur für das Gebiet oder Teilgebiet oder den Bereich erteilt werden, dessen Bezeichnung er führt; sie kann mehreren Kammerangehörigen gemeinsam erteilt werden.
 
(4) Der ermächtigte Kammerangehörige ist verpflichtet, die Weiterbildung entsprechend den Bestimmungen des jeweils geltenden Heilberufsgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen sowie den Bestimmungen dieser Weiterbildungsordnung durchzuführen.
Der ermächtigte Kammerangehörige ist verpflichtet, die Weiterbildung persönlich zu leiten sowie zeitlich und inhaltlich entsprechend dieser Weiterbildungsordnung zu gestalten. Wird die Ermächtigung mehreren Kammerangehörigen an einer Weiterbildungsstätte gemeinsam erteilt, so muß die ordnungsgemäße Durchführung und Überwachung der Weiterbildung durch die ermächtigten Kammerangehörigen sichergestellt sein.
 
(5) Unbeschadet der in § 3 Abs. 6 für den in der Weiterbildung befindlichen Tierarzt festgelegten Verpflichtung, die Weiterbildungsstätte einmal zu wechseln, werden Kammerangehörige, bei denen die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen vorliegen, in dem Umfange zur Weiterbildung ermächtigt, in dem an der Weiterbildungsstätte die in der Anlage an den Inhalt der Weiterbildung in dem Gebiet, Teilgebiet ober Bereich (Zusatzbezeichnung) gestellten Anforderungen erfüllt werden können.
 
(6) Sind die Voraussetzungen gemäß § 7 Abs. 2 nicht in vollem Umfang gegeben, muß die Ermächtigung zur Weiterbildung entsprechend zeitlich und/oder fachlich eingeschränkt werden.
 
(7) Über die Ermächtigung des Kammerangehörigen entscheidet die Tierärztekammer Nordrhein. Die Ermächtigung bedarf eines Antrages.
 
(8) Die Tierärztekammer Nordrhein führt ein Verzeichnis der ermächtigten Kammerangehörigen, aus dem hervorgeht, in welchem Umfang sie zur Weiterbildung ermächtigt sind. Das Verzeichnis ist bekanntzumachen.
 
(9) Die Ermächtigung zur Weiterbildung kann befristet und mit dem Vorbehalt des Widerrufs versehen werden. Weitere Nebenbestimmungen sind zulässig.
 
(10) Der zur Weiterbildung ermächtigte Tierarzt ist verpflichtet, sich auf seinem Gebiet ständig fortzubilden und dies der Tierärztekammer Nordrhein auf Aufforderung nachzuweisen.
 
 
§ 6 Erlöschen der Ermächtigung
 
(1) Mit der Beendigung der Tätigkeit eines ermächtigten Kammerangehörigen an der Weiterbildungsstätte erlischt seine Ermächtigung zur Weiterbildung.
 
(2) Die Ermächtigung zur Weiterbildung ist zu widerrufen, wenn deren Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind oder der Ermächtigte dem Nachweis seiner Fortbildungspflicht nicht nachkommt.
 
3) Ändern sich die für die Erteilung der Weiterbildungsermächtigung maßgebend gewesenen Voraussetzungen, so ist der Umfang der Weiterbildungsermächtigung den geänderten Verhältnissen anzupassen. Der ermächtigte Kammerangehörige ist verpflichtet, der Tierärztekammer Tatsachen, die für die Weiterbildung von Bedeutung sind, unverzüglich mitzuteilen.
 
 
§ 7 Zulassung von Praxen niedergelassener Tierärzte als Weiterbildungsstätte
 
(1) Über die Zulassung von Praxen niedergelassener Tierärzte gemäß § 12 der Berufsordnung als Weiterbildungsstätte entscheidet auf Antrag die Tierärztekammer.
 
(2) Die Zulassung einer Praxis eines niedergelassenen Tierarztes oder einer „Tierärztlichen Klinik“ als Form der Niederlassung im Sinne des § 12 der Berufsordnung der Tierärztekammer Nordrhein als Weiterbildungsstätte setzt voraus, daß
 
 - Tiere in so ausreichender Zahl und Art behandelt werden, daß der weiterzubildende Tierarzt die Möglichkeit hat
   sich mit den typischen Krankheiten des Gebiets, Teilgebiets bzw. Bereichs, auf das sich die Bezeichnung nach § 2
   bezieht, vertraut zu machen,
- Personal und Ausstattung vorhanden sind, die den Erfordernissen der veterinärmedizinischen Entwicklung Rechnung
   tragen.
 
Die personelle, räumliche, hygienische und technische Ausstattung muß gewährleisten, daß die in den Anlagen verzeichneten Aufgaben, tierärztlichen Tätigkeiten, Erfahrungen und Fähigkeiten in der Weiterbildungszeit nach dem aktuellen Stand der veterinärmedizinischen Wissenschaft vermittelt werden.
 
(3) Im Antrag ist nachzuweisen, daß die in Abs. 2 genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Die Tierärztekammer ist zur Überwachung und Nachprüfung der Voraussetzungen in der Praxis bzw. „Tierärztlichen Klinik“ vor der Zulassung und während der Zulassungszeit durch 2 Tierärzte, von denen einer die entsprechende Gebiets, Teilgebiets- oder Zusatzbezeichnung führt, berechtigt. Die Kosten trägt der Antragsteller bzw. der Betreiber der Weiterbildungsstätte.
 
(4) Die Zulassung als Weiterbildungsstätte wird erteilt, wenn die Anforderungen des Abs. 2 erfüllt sind. Besteht die Möglichkeit, festgestellte Mängel durch geeignete Maßnahmen in angemessener Zeit zu beseitigen, ergeht ein Bescheid, in dem die Maßnahmen und der Zeitpunkt bis zur weiteren Überprüfung festgelegt wird.
 
(5) Die Zulassung als Weiterbildungsstätte kann befristet und mit dem Vorbehalt des Widerrufs ausgesprochen werden. Die Tierärztekammer führt mindestens alle 4 Jahre eine Überprüfung der Weiterbildungsstätte und ihres Betriebes durch. Die erneute Überprüfung ist durch den Praxisinhaber mindestens drei Monate vor Ablauf der vorherigen Zulassungsfrist schriftlich bei der Kammer zu beantragen.
 
(6) Die zugelassene Weiterbildungsstätte ist im Deutschen Tierärzteblatt bekanntzugeben.
 
(7) Die Zulassung als Weiterbildungsstätte ist ganz oder teilweise zu widerrufen, wenn und soweit die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind. Der Betreiber der Weiterbildungsstätte hat alle die zur Zulassung betreffenden Veränderungen der Tierärztekammer mitzuteilen.
 
 
§ 8 Erteilung von Zeugnissen über die Weiterbildung
 
(1) Der ermächtigte Kammerangehörige hat dem in der Weiterbildung befindlichen Tierarzt über die unter seiner Verantwortung abgeleistete Weiterbildungszeit ein Zeugnis auszustellen, das die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten darlegt und zur Frage der Eignung ausführlich Stellung nimmt. Das Zeugnis muß im einzelnen Angaben enthalten über:
 
1. die Dauer der abgeleisteten Weiterbildungszeit sowie die Unterbrechungen der Weiterbildung z.B. durch Krankheit, Schwangerschaft, Sonderbeurlaubung, Wehrdienst usw.;
 
2. die in dieser Weiterbildungszeit im einzelnen vermittelten und erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, wobei bei deren Beurteilung die Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung zugrunde zu legen und die Durchführung der darin vorgeschriebenen tierärztlichen Leistungen (z.B. Operationskatalog) nachzuweisen sind;
 
3. die fachliche und persönliche Eignung.
 
(2) Auf Antrag des in der Weiterbildung befindlichen Tierarztes oder der Tierärztekammer ist nach Ablauf eines jeden Weiterbildungsjahres ein Zeugnis auszustellen, das den Anforderungen des Abs. 1 entspricht.
 
 
§ 9 Anerkennungsverfahren für Gebiets-, Teilgebiets- und Zusatzbezeichnungen
 
(1) Die Anerkennung nach § 4 Abs. 1 ist bei der Tierärztekammer Nordrhein schriftlich unter Beifügung aller erforderlichen Nachweise in dreifacher Ausfertigung zu beantragen. Diese entscheidet über den Antrag auf Grund einer Prüfung, in der Inhalt, Umfang und Ergebnis der durchlaufenen Weiterbildungsabschnitte nachzuweisen und die erworbenen Kenntnisse mündlich darzulegen sind.
 
(2) Abweichend von Absatz 1 wird die Anerkennung als Fachtierarzt für Öffentliches Veterinärwesen auf Grund des Befähigungszeugnisses für die Anstellung als beamteter Tierarzt sowie einer nach dem Erwerb des Befähigungszeugnisses für die Anstellung als beamteter Tierarzt abzuleistenden zweijährigen Tätigkeit mit Ausnahme einer ausschließlichen Tätigkeit in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung erteilt.
 
(3) Die von einer anderen Tierärztekammer ausgesprochene Anerkennung einer Gebiets-, Teilgebiets- oder Zusatzbezeichnung wird bei Wechsel der Kammerzugehörigkeit auf Antrag bestätigt. Die von der Tierärztekammer Westfalen-Lippe ausgesprochene Anerkennung gilt als Zuerkennung im Sinne dieser Weiterbildungsordnung.
 
 
§ 10 Prüfungsausschuß
 
(1) Die Tierärztekammer bildet zur Durchführung der Prüfung einen oder bei Bedarf mehrere Prüfungsausschüsse.
 
(2) Die Tierärztekammer bestellt die Mitglieder des Prüfungsausschusses und ihre Stellvertreter; die Berufung erfolgt schriftlich. Jedem Ausschuß gehören mindestens drei von der Kammer zu bestimmende Mitglieder an. Der zuständige Fachminister kann ein weiteres Mitglied bestimmen.
Der Prüfungsausschuß entscheidet in der Besetzung mit drei Mitgliedern, von denen zwei die Anerkennung für das zu prüfende Gebiet, Teilgebiet oder den Bereich (Zusatzbezeichnung) besitzen sollen. Die Prüfung kann auch bei Abwesenheit des vom zuständigen Fachminister bestimmten Mitgliedes durchgeführt werden.
Mehrere Tierärztekammern können im gegenseitigen Einvernehmen gemeinsame Prüfungsausschüsse bilden.
 
(3) Die Tierärztekammer bestimmt den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.
 
(4) Der Prüfungsausschuß beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Eine Stimmenthaltung ist unzulässig.
 
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses entscheiden unabhängig und sind an Weisungen nicht gebunden.
 
 
§ 11 Zulassung zur Prüfung
 
(1) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet die Tierärztekammer. Die Zulassung wird ausgesprochen, wenn die Weiterbildung ordnungsgemäß abgeschlossen sowie durch Zeugnisse und Nachweise belegt ist. Eine Ablehnung der Zulassung ist dem Antragsteller mit Begründung schriftlich mitzuteilen.
 
(2) Die Zulassung ist zurückzunehmen, wenn bei ihrer Erteilung die Voraussetzungen nach Absatz 1 nicht gegeben waren.
 
(3) Die Zulassung zur Prüfung erlischt, wenn der Antragsteller nicht innerhalb einer Frist von 12 Monaten nach Erteilung der Zulassung an der Prüfung teilnimmt. In Ausnahmefällen kann die Frist auf schriftlichen Antrag des Prüflings verlängert werden.
 
 
§ 12 Prüfung
 
(1) Die Tierärztekammer setzt den Termin der Prüfung im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses fest. Die Prüfung soll in angemessener Frist nach der Zulassung stattfinden. Der Antragsteller ist zum festgesetzten Termin mit einer Frist von vier Wochen schriftlich zu laden.
 
(2) Die erworbenen Kenntnisse sind mündlich darzulegen. Die Prüfung soll für jeden Antragsteller in der Regel mindestens dreißig Minuten dauern. Es sollen nicht mehr als zwei Antragsteller gleichzeitig geprüft werden.
 
(3) Inhalt, Umfang und Ergebnis der durchlaufenen Weiterbildungsabschnitte werden durch die vorgelegten Zeugnisse nachgewiesen. Die während der Weiterbildung erworbenen Kenntnisse werden in einem Fachgespräch durch den Prüfungsausschuß geprüft. Nach Abschluß der Prüfung entscheidet der Prüfungsausschuß auf Grund der vorgelegten Zeugnisse und der mündlichen Darlegungen des Antragstellers, ob der Antragsteller die vorgeschriebene Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen und die vorgeschriebenen besonderen oder zusätzlichen Kenntnisse auf dem von ihm gewählten Gebiet, Teilgebiet oder Bereich erworben hat.
 
(4) Kommt der Prüfungsausschuß zu dem Ergebnis, daß der Antragsteller die vorgeschriebene Weiterbildung nicht erfolgreich abgeschlossen hat, so befindet er, ob und gegebenenfalls wie lange die Weiterbildungszeit des Antragstellers zu verlängern ist und welche besonderen Anforderungen an diese verlängerte Weiterbildung zu stellen sind.
 
(5) Wenn der Antragsteller der Prüfung ohne ausreichenden Grund fernbleibt oder sie ohne ausreichenden Grund abbricht, gilt die Weiterbildung als nicht erfolgreich abgeschlossen.
 
(6) Die Prüfungen sind für alle Kammerangehörigen öffentlich.
 
(7) Die Tätigkeit in den Prüfungsausschüssen ist ehrenamtlich. Bare Auslagen werden erstattet. Darüber hinaus wird eine Entschädigung gewährt, deren Höhe von der Kammerversammlung festgesetzt wird.
 
 
§ 13 Prüfungsentscheidung
 
(1) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses teilt der Tierärztekammer das Ergebnis der Prüfung mit.
 
(2) Bei Bestehen der Prüfung stellt die Tierärztekammer dem Antragsteller eine Urkunde über das Recht zum Führen der Gebiets-, Teilgebiets- und Zusatzbezeichnung aus.
 
(3) Bei Nichtbestehen der Prüfung erteilt die Tierärztekammer dem Antragsteller einen schriftlichen Bescheid mit Begründung einschließlich der vom Prüfungsausschuß eventuell ausgesprochenen Auflagen.
 
(4) Gegen den Bescheid der Tierärztekammer kann der Antragsteller Widerspruch nach Maßgabe der Verwaltungsgerichtsordnung einlegen. Über den Widerspruch entscheidet die Tierärztekammer.
 
 
§ 14 Wiederholungsprüfung
 
Bei nicht bestandener Prüfung kann frühestens nach Abschluß der auf Grund von § 12 Abs. 4 verlängerten Weiterbildungszeit ein Antrag auf Zulassung zur Wiederholungsprüfung gestellt werden. Im übrigen gelten für die Wiederholungsprüfung die Bestimmungen der §§ 9 bis 13 sinngemäß, jedoch mit der Maßgabe, daß die Wiederholungsprüfung vor einem Prüfungsausschuß in anderer Besetzung erfolgt.
 
 
§ 15 Anerkennung bei gleichwertiger Weiterbildung
 
(1) Wer in einem von § 3 abweichenden Weiterbildungsgang eine Weiterbildung abgeschlossen hat, erhält auf Antrag die Anerkennung durch die Tierärztekammer, wenn die Weiterbildung gleichwertig ist. Auf das Verfahren der Anerkennung finden die §§ 9 bis 13 entsprechende Anwendung.
 
(2) Eine nicht abgeschlossene, von § 3 abweichende Weiterbildung kann unter vollständiger oder teilweiser Anrechnung der bisher abgeleisteten Weiterbildungszeiten nach den Vorschriften dieser Weiterbildungsordnung abgeschlossen werden. Über die Anrechnung der bisher geleisteten Weiterbildungszeiten entscheidet die Tierärztekammer.
 
 
§ 16 Weiterbildung außerhalb des Bundesgebietes
 
(1) Wer als Staatsangehöriger eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ein fachbezogenes Diplom, ein Prüfungszeugnis oder einen sonstigen fachlichen Weiterbildungsnachweis besitzt, die nach dem Recht der Europäischen Union oder der anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gegenseitig anerkannt werden, erhält auf Antrag die entsprechende Anerkennung nach § 4 Abs. 1 Satz 1.
 
(2) Die von den Staatsangehörigen eines Mitgliedsstaates der Europäischen Gemeinschaft oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum in einem der Mitgliedsstaaten abgeleisteten Weiterbildungszeiten, die noch nicht zu einem Befähigungsnachweis gemäß Abs. 1 Satz 1 geführt haben, sind nach Maßgabe des § 15 Abs. 2 auf im Geltungsbereich dieser Weiterbildungsordnung festgesetzte Weiterbildungszeiten anzurechnen.
 
(3) Eine Weiterbildung außerhalb des Bundesgebietes oder eines Mitgliedsstaates der Europäischen Gemeinschaft oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum kann ganz oder teilweise angerechnet werden, wenn sie den Grundsätzen dieser Weiterbildungsordnung entspricht und eine Weiterbildung von mindestens 12 Monaten in einem angestrebten Gebiet, Teilgebiet oder Bereich (Zusatzbezeichnung) in der Bundesrepublik abgeleistet wurde. Gleiches gilt für die Weiterbildung in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, wenn sie von einem Tierarzt abgeleistet wurde, der nicht Staatsangehöriger eines Mitgliedsstaates ist.
 
(4) Eine vor dem 3. Oktober 1990 abgeschlossene oder teilweise abgeleistete Weiterbildung in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet gilt als gleichwertig, wenn sie einer vergleichbaren Weiterbildung entspricht. Zeiten einer Weiterbildung, die nach dem Recht der Tierärztekammer nicht vorgesehen sind, können auf verwandte Weiterbildungsgänge angerechnet werden. Die Tierärztekammer erteilt eine entsprechende Bescheinigung.
 
 
§ 17 Rücknahme der Gebiets-, Teilgebiets- und Zusatzbezeichnung
 
(1) Die Anerkennung einer Gebiets-, Teilgebiets- und Zusatzbezeichnung kann zurückgenommen werden, wenn die für die Anerkennung erforderlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Vor der Entscheidung der Tierärztekammer über die Rücknahme sind der nach § 10 gebildete Prüfungsausschuß und der Tierarzt anzuhören.
 
(2) In dem Rücknahmebescheid kann festgelegt werden, welche Weiterbildungsabschnitte der betroffene Tierarzt ableisten muß, um eine ordnungsgemäße Weiterbildung nachzuweisen. Für das Verfahren finden § 13 Abs. 3 und 4 entsprechende Anwendung.
 
 
§ 18 Beschränkung der Berufsausübung
 
(1) Wer eine Gebietsbezeichnung führt, darf grundsätzlich nur in diesem Gebiet, wer eine Teilgebietsbezeichnung führt, darf im wesentlichen nur in diesem Teilgebiet ständig tätig werden. Fachtierärzte, die mehr als eine Gebietsbezeichnung oder Teilgebietsbezeichnung führen, müssen in diesen Gebieten oder Teilgebieten tätig sein.
 
(2) Kammerangehörige, die eine Gebietsbezeichnung führen, sollen sich in der Regel nur durch Berufsangehörige vertreten lassen, die dieselbe Gebietsbezeichnung führen.
 
 
§ 19 Regelung der Zuständigkeit
 
Die Aufgaben der Tierärztekammer im Sinne dieser Weiterbildungsordnung nimmt grundsätzlich der Kammervorstand wahr. Dieser kann den Präsidenten ermächtigen, in dringenden Fällen Einzelentscheidungen zu treffen. Der Präsident berichtet alsbald hierüber den Vorstand.
 
 
§ 20 Übergangsbestimmungen
 
(1) Tierärzte, die sich bei Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung in der Weiterbildung zur Erlangung einer Gebiets-, Teilgebiets- oder Zusatzbezeichnung befinden, können diese Weiterbildung nach den bisher geltenden Bestimmungen abschließen. Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung muss in diesen Fällen spätestens zwei Jahre nach Beendigung der in der Anlage zu § 2 festgelegten Weiterbildungszeit beantragt werden.
 
(2) Werden in Gebieten, Teilgebieten und Bereichen neue Bezeichnungen eingeführt, so kann auf Antrag die Zulassung zur Prüfung erteilt werden, sofern der Antragsteller nachweislich mindestens die doppelte Mindestdauer der Weiterbildungszeit regelmäßig in dem Gebiet, Teilgebiet oder Bereich tätig war. Diese Weiterbildungszeiten können auch dann angerechnet werden, wenn die/der weiterbildende Tierärztin/Tierarzt nicht gemäß § 5 zur Weiterbildung ermächtigt war, die Weiterbildung aber nach ihrem Inhalt den Vorschriften dieser Weiterbildungsordnung entspricht. Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung kann nur innerhalb von zwei Jahren nach Einführung der neuen Bezeichnung gestellt werden.
 
Wer auf Grund der Berufsordnung oder der Weiterbildungsordnung in einer früher geltenden Fassung berechtigt gewesen ist, eine in dieser Weiterbildungsordnung nicht enthaltene Gebiets-, Teilgebiets- oder Zusatzbezeichnung zu führen, behält die Berechtigung hierzu auch nach Inkrafttreten dieser Weiterbildungsordnung.
 
 
§ 21 Schlußbestimmungen
 
Diese Weiterbildungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Deutschen Tierärzteblatt in Kraft.
 
 

1) Im folgenden Text „der Tierarzt“
2) Der/die Kammerangehörige im folgenden Text „der Kammerangehörige“
3) Im Folgenden „der Weiterzubildende“
4) Im Folgenden „der Tutor“