• Berufsausbildungsvertrag - Vertragsabschluss

    Die Tierärztekammer Nordrhein ist laut Berufsbildungsgesetz sowie für die Eintragung der abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge als auch für die ordnungsgemäße Durchführung der Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten im Kammerbereich Nordrhein zuständig. Für den Vertragsabschluss von Ausbildungsverträgen stellen wir Ihnen nachfolgend alle erforderlichen Unterlagen online zur Verfügung und erläutern Ihnen die weiteren Schritte. Weiterlesen
  • Neuerungen im Befreiungsverfahren

    Das Bundessozialgericht hat mit Entscheidungen vom 31.10.2012 grundlegende Neuerungen zum Befreiungsverfahren judiziert. Antragsteller müssen danach zukünftig bei jedem Wechsel ihrer Beschäftigung zwingend einen neuen Befreiungsantrag bei der Deutschen Rentenversicherung Bund stellen.   Weiterlesen
  • Tierärztliche Hausapotheke

    Sehr geehrte Tierärztinnen, sehr geehrte Tierärzte, wie schon mehrfach angekündigt, haben wir eine umfangreiche Informationssammlung zum Thema „Tierärztliche Hausapotheke“ zusammengestellt. Weiterlesen
  • 1
  • 2
  • 3

Aktuelle Themen

Erfolgreicher NRW-Tierärztetag mit klaren Positionierungen des Staatssekretärs

Der dreitägige NRW-Tierärztetag begann am 22. September 2017 mit klaren Positionierungen des neuen Staatssekretärs im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. med. vet. Heinrich Bottermann: „Die Tierärzteschaft als Partner auf Augenhöhe, statt als Gegner: Das ist der Maßstab für die Arbeit dieser Landesregierung.“ Dr. Bottermann kündigte zugleich an, dass sein Ministerium die Zuständigkeit für die Überwachung der tierärztlichen Hausapotheken an die Kreisordnungsbehörden zurückgeben werde. Die ehemalige Landesregierung hatte vor fast genau zwei Jahren die hoheitliche Überwachung tierärztlicher Hausapotheken zentralisiert und aufs Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz übertragen. Dr. Bottermann erklärte darüber hinaus, dass er sich bei der Bundesregierung dafür stark machen werde, die bei Tierärzten umstrittenen Punkte bei der Neufassung der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV) zurückzustellen, um beispielsweise auch die Evaluierung 16. AMG-Novelle noch berücksichtigen zu können. Auch der Präsident der Bundestierärztekammer, Dr. Uwe Tiedemann, hatte in seinem Einführungsstatement betont, dass die Nicht-Verabschiedung der TÄHAV vor der Bundestagswahl Möglichkeiten zu Nachverhandlungen eröffne.
 

Pressekonferenz beim 7. NRW-Tierärztetag (Foto: Julia Pankonin)
von links nach rechts: Dr. Karl-Heinz Schulte, Vorsitzender des bpt-Landesverbandes Nordrhein; Dr. Edmund Bölling, Vorsitzender des bpt-Landesverbandes Westfalen-Lippe; Dr. Andreas Witte, stv. Vorsitzender des Landesverbandes der Tierärztinnen und Tierärzte im öffentlichen Dienst NRW; Dr. Harri Schmitt, Präsident der Tierärztekammer Westfalen-Lippe; Dr. Josefine Starke, Präsidentin der Tierärztekammer Nordrhein, Dr. Heinrich Bottermann, Staatsekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen; Kai Tenzer, Cyrano.

 

In der Pressekonferenz kommentierten die Präsidenten der beiden ausrichtenden Tierärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein, Dr. Schmitt und Dr. Starke, auch die am 13. September 2017 veröffentlichten neuen Zahlen zu den Antibiotika-Abgabemengen an Tierärzte. Dr. Starke führte den Rückgang um 56,5 Prozent im Zeitraum 2011 bis 2016 auf die konsequente Zusammenarbeit mit den Landwirten und deren stetigen Einsatz für verbesserte Haltungsbedingungen ihrer Tierbestände zurück und nicht auf politische Reglementierungen. Dr. Schmitt verwies darauf, dass eine weitere pauschale Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes nicht möglich sei. Dr. Bottermann betonte: „Erkrankte Tiere müssen behandelt werden. Tierschutz und Lebensmittelsicherheit gehen vor.“ Klare Worte in Sachen Tierschutz fand auch Dr. Andreas Witte, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Tierärztinnen und Tierärzte im öffentlichen Dienst NRW in Richtung selbst ernannter Tierschützer: „Wir verurteilen auf das Schärfste gesetzeswidrige Aktionen sogenannter Tierschützer. Ein nächtlicher Einbruch in einen Stall kann nie zum Wohl der Tiere sein. Wenn grundlegende Verstöße gegen die Bestimmungen der Tierhaltung festgestellt werden, so müssen diese sofort gemeldet werden, damit die Behörden zum Wohl der Tiere einschreiten können.“ Dr. Edmund Bölling, Vorsitzender des Landesverbandes der praktizierenden Tierärzte Westfalen-Lippe (bpt), kritisierte, dass die Gebührenerhöhungen in der vor wenigen Wochen in Kraft getretenen neuen Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zu niedrig ausgefallen seien: „Die Gebührenerhöhung um lediglich zwölf Prozent gefährdet die Überlebensfähigkeit von rund einem Drittel der Tierarztpraxen in Deutschland“. Zuvor waren die Gebühren neun Jahre lang nicht angepasst worden. Dr. Karl-Heinz Schulte, Vorsitzender des btp-Landesverbandes Nordrhein, erläuterte, was im Fokus der Kritik der Tierärzte am derzeitigen Verordnungsentwurf der TÄHAV steht: „Die vorgesehenen Verschärfungen bei den Nachweispflichten müssen wir mit größter Sorge sehen. Man hat den Eindruck, dass die Tierärzteschaft zum Datensammeln missbraucht werden soll.“

Am Nachmittag des Eröffnungstages standen weitere Fachvorträge hochkarätiger Referenten zum Leitthema des NRW-Tierärztetages „Zukunft der Antibiotika-Behandlung für Klein- und Nutztiere unter Berücksichtigung der Rechtsentwicklungen bei der Tierärztlichen Hausapothekenverordngung“ im Vordergrund. Die Ergebnisse der sich daran anschließenden Arbeitsgruppen (Schweine, Rinder, Kleintiere, Pferde) wurden im Plenum vorgestellt und diskutiert. Aufgrund der sehr positiven Resonanz zu den Ergebnissen dieser Arbeitsgruppen werden sie in Kürze auf den Homepages der beiden Tierärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein bereit gestellt.

Podiumsdiskussion beim 7. NRW-Tierärztetag (Foto: Julia Pankonin)
von links nach rechts: Dr. Josefine Starke, Präsidentin der Tierärztekammer Nordrhein; Prof. Dr. Johanna Fink-Gremmels, Universität Utrecht (NL); Prof. Dr. Stefan Schwarz, Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen Freie Universität Berlin; Prof. Dr. Melanie Hamann, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Justus-Liebig-Universität Gießen; Prof. Dr. Manfred Kietzmann, Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Prof. Dr. Karsten Feige, Klinik für Pferde der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover; Dr. Arno Piontkowski, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

 
Die beiden weiteren Tage der Großveranstaltung im Kongresszentrum der Westfalenhallen Dortmund standen ganz im Zeichen der Fortbildung. Die gesamte Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Christina Schulze Föcking.